Ehemann schießt auf Frau: Lübecker Justiz ermittelt wegen Mordversuch
Ehemann in Lübeck wegen versuchten Mordes an seiner Frau in Untersuchungshaft. Tat ereignete sich am 25.08.2025.

Ehemann schießt auf Frau: Lübecker Justiz ermittelt wegen Mordversuch
In den letzten Tagen gab es in Schleswig-Holstein mehrere schockierende Vorfälle, die einmal mehr das Thema Partnerschaftsgewalt in den Fokus rücken. So wurde am Montag, den 25. August 2025, ein 64-jähriger Mann in Lübeck festgenommen, nachdem er auf seine 63-jährige Ehefrau geschossen hatte. Der Vorfall ereignete sich um 10.45 Uhr im Westpreußenring in Kücknitz. Die Frau zog sich dabei lebensgefährliche Verletzungen zu, befindet sich mittlerweile aber außer Lebensgefahr und wurde ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei beschlagnahmte die mutmaßliche Tatwaffe und ermittelte umgehend. Das Amtsgericht Lübeck ordnete auf Antrag der Staatsanwaltschaft Untersuchungshaft wegen versuchten Mordes an, und der Ehemann wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Die Motive für die Tat sind derzeit noch unklar, und die Ermittlungen der Bezirkskriminalinspektion dauern an.
Doch das ist nicht der einzige Vorfall, der die Gemüter erhitzt. Am Samstag wurde in einem Wald bei Büchen, nahe der Grenze zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, eine tote Frau aufgefunden. Es handelte sich dabei um die 55-jährige, getrennt lebende Ehefrau eines 59-jährigen Mannes. Dieser stellte sich selbst der Polizei und gestand, seine Frau getötet zu haben. Er wurde ebenfalls in Untersuchungshaft genommen, diesmal wegen dringenden Tatverdachts des Mordes und der Fluchtgefahr. Die Ermittlungen deuten darauf hin, dass auch hier eine Schusswaffe die tödlichen Verletzungen verursacht hat. Zeugen berichteten von Knallgeräuschen in der Umgebung des Tatorts. Die Mordkommission Lübeck wurde in beiden Fällen mit der Aufklärung der Taten betraut.
Zusammenhänge und Statistiken
Beide Vorkommnisse heben eine besorgniserregende Realität hervor – die Gewalt in Partnerschaften. Statistiken des Bundeskriminalamtes zeigen, dass die Zahl der Opfer von Partnerschaftsgewalt in Deutschland weiterhin alarmierend hoch ist. Im Jahr 2023 wurden zahlreiche Fälle dokumentiert, in denen Frauen und Männer durch Gewalt in ihren Beziehungen verletzt oder gar getötet wurden. Diese Erhebungen sind ein eindrücklicher Hinweis auf die Dringlichkeit, diesem Problem entschlossen entgegenzutreten. Auch in diesen jüngsten Ereignissen stellt sich die Frage nach dem Motiv und nach möglichen Warnsignalen, die oft übersehen werden.
Die Schwere der Taten und die wiederkehrende Thematik der Partnerschaftsgewalt machen deutlich, dass es dringenden Handlungsbedarf gibt. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die strafrechtlichen Reaktionen oft nicht ausreichen, um zukünftige Taten zu verhindern. Die Erkenntnisse aus solchen Fällen betonen, wie wichtig es ist, präventiv tätig zu werden und ein Umfeld zu schaffen, in dem Gewalt keine Chance hat.