Lübeck in großer Sorge: Gefährliche Luftqualität am 27. November!
Am 27.11.2025 wird die Luftqualität in Lübeck an der Moislinger-Allee gemessen. Aktuelle Werte zu Feinstaub, Stickstoffdioxid und Ozon werden analysiert. Informieren Sie sich über die gesundheitlichen Auswirkungen und Empfehlungen bei schlechter Luftqualität.

Lübeck in großer Sorge: Gefährliche Luftqualität am 27. November!
Am 27. November 2025 werfen die Luftqualitätswerte in Deutschland ein Schlaglicht auf gesundheitliche Risiken und Umweltbelastungen. Aktuelle Messungen an der Messstation Moislinger-Allee in Lübeck zeigen eine differenzierte Sicht auf die Luftqualität. Laut LN-online wurden insbesondere Feinstaubpartikel der Größe PM10 erfasst, die pro Kubikmeter Luft den Grenzwert von 50 Partikeln nicht überschreiten sollten. Einmal im Jahr darf dieser Wert höchstens 35 Mal überschritten werden. Neben PM10 sind auch Stickstoffdioxid und Ozon von Bedeutung, deren Grenzwerte in verschiedene Kategorien eingeordnet werden.
Legt man die Werte zugrunde, so ändern sich die Empfehlungen für den Aufenthalt im Freien entsprechend der Luftqualität. Bei *sehr schlechter* Luft sind körperliche Anstrengungen im Freien für empfindliche Personen tabu, während bei *schlechter* Luft nur anstrengende Tätigkeiten vermieden werden sollten. Normalerweise bleibt die Gesundheit bei *mäßigen* Werten unbeeinträchtigt, allerdings sind kurzfristige Effekte bei empfindlichen Menschen nicht auszuschließen. Bei *guter* und *sehr guter* Luft hingegen können Outdoor-Aktivitäten bedenkenlos durchgeführt werden.
Luftverschmutzung und Gesundheit
Die gesundheitlichen Risiken durch Luftverschmutzung sind in Europa ein drängendes Thema. Die EEA berichtet, dass die Exposition gegenüber Feinstaub, Stickstoffdioxid und Ozon signifikante Gesundheitsfolgen hat. Bei einer Betrachtung der Jahre zwischen 2005 und 2022 konnte die Todesursache durch Feinstaub in der EU um 45 % gesenkt werden. Dennoch starben 2022 mindestens 239.000 Menschen an Feinstaub und 70.000 an Ozon, was darauf hinweist, dass erheblicher Handlungsbedarf besteht.
Die neue EU-Luftqualitätsrichtlinie, die am 10. Dezember 2024 in Kraft trat, bringt strengere Normen mit sich, die näher an den Empfehlungen der WHO sind. Ziel ist es, bis 2030 die Todesfälle durch Feinstaub um 55 % zu reduzieren. Trotz dieser Fortschritte bleibt Luftverschmutzung die größte umweltbedingte Gesundheitsgefahr in Europa.
Besondere Luftbelastungen zu Silvester
Ein besonderer Punkt auf der Liste der Luftbelastungen sind die traditionellen Silvesterfeuerwerke. Diese tragen laut LN-online zwar zur Feinstaubbelastung bei, doch die Auswirkungen sind im Vergleich zur jährlichen Belastung relativ gering. Dennoch zeigen Daten, dass die Feinstaubfreisetzung in den Stunden nach Mitternacht erheblich ansteigt, wobei eine Inversionswetterlage die Feinstaubwerte stundenlang hoch halten kann.
Jährlich werden durch Feuerwerk in Deutschland etwa 2050 Tonnen Feinstaub frei, wobei 1500 Tonnen – das sind 75 % – in der Silvesternacht alleine entstehen. Interessanterweise macht die Silvesternacht nur etwa 1 % der gesamten Feinstaubbelastung in Deutschland aus.
Die steigenden Zahlen der vorzeitigen Todesfälle, verursacht durch Luftschadstoffe, veranschaulichen die Dringlichkeit, die Luftqualität zu verbessern und die Einhaltung von Grenzwerten zu überwachen. Auch wenn wir im Alltag oft nicht darüber nachdenken, bleibt die Luft, die wir atmen, ein zentrales Thema unserer Gesundheit und Umwelt.