DLRG setzt neues Sonargerät Aqua Eye im Einfelder See ein!

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Die DLRG Neumünster nutzt das Sonargerät "Aqua Eye" am Einfelder See, um vermisste Personen schneller zu finden.

Die DLRG Neumünster nutzt das Sonargerät "Aqua Eye" am Einfelder See, um vermisste Personen schneller zu finden.
Die DLRG Neumünster nutzt das Sonargerät "Aqua Eye" am Einfelder See, um vermisste Personen schneller zu finden.

DLRG setzt neues Sonargerät Aqua Eye im Einfelder See ein!

Im Einfelder See hat die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Neumünster ein neues Kapitel in der Suche nach vermissten Personen aufgeschlagen. Mit dem innovativen Sonargerät „Aqua Eye“ können Rettungskräfte jetzt schneller und effizienter nach Menschen unter Wasser suchen. Dieses Handsonargerät wiegt weniger als 2 Kilogramm und hat eine beeindruckende Reichweite von bis zu 50 Metern, sowohl in die Tiefe als auch in die Breite. Dies ist besonders wichtig, da der See an seiner tiefsten Stelle knapp 10 Meter misst und Sichtverhältnisse oft nur zwischen 15 und 20 Zentimetern liegen, selbst an besten Tagen, wie NDR berichtet.

Die DLRG hat in den letzten Jahren leider die bittere Erfahrung gemacht, dass jährlich ein Todesfall zu beklagen ist, darunter tragische Vorfälle mit Kindern und Jugendlichen. Umso wichtiger ist der neue Einsatz des Sonargeräts, welches die Wahrscheinlichkeit erhöht, vermisste Personen lebend zu finden, um 15 bis 20 Prozent. Während der aktuellen Rettungsübung fand Rettungsschwimmer Malte Ermer erfolgreich einen vermissten Mann. Dabei kam das „Aqua Eye“, das mit Schallwellen und künstlicher Intelligenz arbeitet, zum Einsatz, um menschliche Körper zu erkennen und daraufhin ein „O“ anzuzeigen, wenn etwas gefunden wird.

Verbesserte Ausrüstung für die Wasserrettung

Die Anschaffungskosten des Geräts belaufen sich auf 8.500 Euro, wovon die DLRG 11.000 Euro Fördergeld vom Land erhalten hat. Neben dem Sonargerät hat die DLRG auch in neue Strömungsretteranzüge, Trockenanzüge und besser ausgestattete Rettungsboote investiert. Im Notfall sind mehrere Boote, darunter ein aufblasbares Schnelleinsatzboot, bereit, um sofort zur Stelle zu sein. Diese technische Aufrüstung der Wasserrettungseinheit, die seit einem Jahr aktiv ist, kommt insbesondere in einem Gebiet wie dem Einfelder See zum Tragen, wo die Suche oft emotional belastend ist, sowohl für die Angehörigen als auch für die Retter, wie Kn-online berichtet.

Die DLRG Neumünster sucht zudem nach Freiwilligen, die bei der Badeaufsicht am Einfelder See unterstützen möchten. Mindestalter ist 16 Jahre, und Voraussetzung sind der Deutsche Rettungsschwimmabzeichen (DRSA) in Silber sowie ein aktueller Erste-Hilfe-Kurs. Wer Interesse hat, kann sich direkt per E-Mail bei Fabian Pohl melden.

Einsatz bei schwierigen Bedingungen

Die Herausforderungen bei der Personensuche sind oft enorm. Angehörige zeigen in diesen kritischen Momenten ihre verzweifelte Hoffnung, die auch erfahrene Retter emotional stark belastet. Der Schmerz der Hinterbliebenen wird besonders deutlich, wenn es zu den schwierigen Momenten kommt, in denen sie Ertrunkene identifizieren müssen. Insbesondere bei Kälte und schlechter Sicht sind die Bedingungen belastend, und die Suche kann sich unnötig hinausziehen, was den emotionalen Druck noch verstärkt, so wird in einem Beitrag auf Wangen im Allgäu angemerkt.

Die DLRG arbeitet kontinuierlich daran, ihre Einsätze zu optimieren, und hat erkannt, dass der technologische Fortschritt bei der Rettungstechnik von entscheidender Bedeutung ist. Durch die Kombination von moderner Sonartechnologie mit künstlicher Intelligenz wird die Überlebensrate bei Einsätzen im Wasser erheblich gesteigert.

Mit diesen Fortschritten in der Wasserrettung hofft die DLRG, ihre Einsätze nicht nur effizienter, sondern auch menschlicher zu gestalten – ein gutes Beispiel dafür, wie Technik dem Menschen helfen kann.