Netzausbau in Steißlingen: Wichtige Änderungen für die Region!
Am 30.10.2025 beginnt der Ausbau des 380-kV-Netzes im Landkreis Konstanz, um die Stromversorgung zu verbessern.

Netzausbau in Steißlingen: Wichtige Änderungen für die Region!
In Steißlingen sorgt der bevorstehende Netzausbau für Gesprächsstoff. Der Bundesbedarfsplan zur „380-kV-Netzverstärkung Herbertingen – Waldshut-Tiengen“ betrifft nicht nur die große Umgebung, sondern auch den sich entwickelnden Bereich rund um den Landkreis Konstanz. Laut Südkurier markiert dieser Ausbau, insbesondere der zweite Abschnitt der Trasse, einen wichtigen Schritt zur Verbesserung der Stromversorgung von Mainwangen bis Talheim.
Zentral in dieser Planung ist der Ausbau bestehender Trassen von Transnet BW, welche aktuell mit 220 Kilovolt laufen. Angepeilt wird eine Aufstockung auf 380 kV. Für die Gemeinde Steißlingen bedeutet dies, dass die bestehende Trasse durch Wiechs betroffen ist. Der Verlauf führt planmäßig am Rand des Weitenrieds entlang, durchquert einen Golfplatz und verlässt schließlich die Gemarkung nördlich des Wachenholzes in Richtung Orsingen-Nenzingen.
Details zum Trassenverlauf
Geplant ist, dass innerhalb der Trassenführung eine der bestehenden Trassen künftig für 110-kV-Leitungen genutzt werden soll. Für die Localität hat der Gemeinderat bereits Kenntnis von der Planung genommen, obgleich keine Bedenken geäußert wurden. Eine Anregung zur erneuten Beteiligung nach Vorlage der finalen Unterlagen wurde jedoch geäußert.
Für die Gemeindewerke Steißlingen besteht seit 2023 eine Stromversorgung über das Umspannwerk Beuren. Die bevorstehenden Veränderungen haben keine unmittelbaren Auswirkungen auf die aktuelle Stromversorgung.
Wichtige Aspekte des Projekts
Ein zentraler Punkt der Diskussion ist auch der Rückbau der Masten, die auf Flächen des Naturschutzgebiets Weitenried und auf landwirtschaftlich genutzten Flächen stehen. Die Planung sieht vor, mögliche Beeinträchtigungen in diesem sensiblen Bereich gering zu halten. TransnetBW und Amprion sind die beiden Übertragungsnetzbetreiber, die dieses große Projekt durchführen werden.
Sichtbar wird der Netzausbau, der sich über rund 140 Kilometer von Waldshut-Tiengen bis Herbertingen erstreckt, ab dem Jahr 2032, wenn die Masten abgebaut werden. Insgesamt ist mit einer Bauzeit von drei Jahren zu rechnen. Ziel des Projekts ist eine signifikante Verbesserung der Leistungssicherheit und Systemstabilität der Stromversorgung.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Netzausbau in Steißlingen nicht nur überregionale Relevanz hat, sondern auch lokale Aspekte berührt, die die Bevölkerung direkt betreffen könnten. Die Behörden sind gewarnt und die zukünftige Entwicklung bleibt spannend.