Silvester-Vorsicht: Feuerwerk gefährdet Tiere in der Silvesternacht!
Silvester 2025: Traditionelles Feuerwerk bringt Stress für Tiere. Tierschützer fordern alternatives Feiern.

Silvester-Vorsicht: Feuerwerk gefährdet Tiere in der Silvesternacht!
Der 31. Dezember 2025 steht vor der Tür und viele Menschen in Köln sind wieder in Feierlaune. Knallende Böller und leuchtende Raketen gehören zum Jahreswechsel wie der Sekt zum Anstoßen. Doch während sich die Menschen auf den Silvesterabend vorbereiten, ist es wichtig, einen kritischen Blick auf die Auswirkungen des Feuerwerks zu werfen – insbesondere auf die hilflosen Tiere, die unter dem Lärm leiden müssen. Laut Frankenpost stellt das Silvesterfeuerwerk eine erhebliche Stresssituation für Tiere dar. Die Feuerwerksartikel dürfen nur an volljährige Käufer verkauft werden, der Verkauf selbst ist vom 29. bis 31. Dezember erlaubt.
Doch wie groß ist die Belastung für unsere tierischen Freunde tatsächlich? Hier melden sich die Tierschützer und warnen eindringlich. Die Nachfrage nach Feuerwerkskörpern hat 2023 Rekordniveau erreicht, mit über 42.400 Tonnen, die zwischen Januar und September nach Deutschland importiert wurden – das ist ein Anstieg von 62,6 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Natur- und Tierschutzbund Hessen fordert daher ein Umdenken bezüglich der Böllerei. Hessenschau informiert, dass Ornithologen am 1. Januar oft verstörte Vogelschwärme und leere Ruheplätze registrieren, was auf die massiven Auswirkungen des Feuerwerks hindeutet.
Die versteckten Kosten der Silvesterfreude
Klaus Hackländer, Vorstand der Deutschen Wildtier Stiftung, bezeichnet Silvester als “Katastrophe für Tiere”. Der stressige und laute Abend hat unmittelbare Folgen: Tote Vögel werden oft nach den Feierlichkeiten aufgefunden, nachdem sie in Panik gegen Wände geflogen sind. Igel wachen aus ihrem Winterschlaf auf, Rehe und Wildschweine fliehen, was ihre wertvollen Energiereserven gefährdet. Der Naturschutzbund Hessen betont, dass es besonders im Winter wichtig ist, unnötige Beunruhigung der Tiere zu vermeiden, um deren Überlebenschancen im Frühjahr nicht zu gefährden.
In den Alpen verletzen sich Gämsen, die von den Felsen stürzen, während in den städtischen Gebieten Hunde und Katzen vor Angst zittern. Laut Stern verlieren kleine Tiere wie Kohlmeisen in einer normalen Nacht etwa 10 % ihres Körpergewichts. Dies ist eine alarmierende Zahl, die das Schicksal vieler Tiere beziffern kann.
Ein Umdenken ist gefragt
Die Tierschützer machen nicht nur auf die unmittelbaren Folgen des Feuerwerks aufmerksam, sondern betonen auch, dass Traditionen sich ändern können. Alternative Rituale zum Jahreswechsel können die Feierlichkeiten bereichern, ohne dass dabei Tiere leiden müssen. In Hessen wird bereits mit der Einrichtung von Böllerverbotszonen in Städten wie Frankfurt und Wiesbaden experimentiert. Auch in den Niederlanden plant man ab 2026 ein landesweites Böllerverbot – unterstützt von 62 % der Bevölkerung.
Die Möglichkeit, ins neue Jahr zu starten, ohne dabei Tiere und Natur unnötig zu belasten, liegt somit in der Hand jedes Einzelnen. Tierschützer rufen zum Umdenken auf und bieten zahlreiche Alternativen, um den Silvesterabend zu feiern, ohne dass der Lärm der Böller die stille Nacht stört. Der Aufruf ist klar: Schützen wir unsere Tiere, ohne die Freude an der Feier zu verlieren.