Betrug im Gartenbau: Rentner deckt unseriöse Abzocke auf!
Im Landkreis Weilheim-Schongau ermittelt die Polizei gegen eine Gartenbaufirma wegen Betrugs und Wucher. Zeugen gesucht.

Betrug im Gartenbau: Rentner deckt unseriöse Abzocke auf!
In letzter Zeit haben unseriöse Angebote aus dem Gartenbau für Aufregung gesorgt. Die Polizei ermittelt gegen eine Gartenbaufirma, die zahlreiche Bürger in Bayern in die Irre führt und hohe Beträge fordert. Ein besonders aufmerksamer 76-jähriger Mann aus Hofheim, Paul-Gerhard Berndt, konnte einen Betrugsversuch aufdecken und damit andere vor einem finanziellen Verlust bewahren. Die gesamte Situation bringt die Dunkelkammern der Betrugsdelikte in Deutschland ans Licht.
Die Firma, gegen die ermittels wird, wollte für Gartenarbeiten ganze 10.000 Euro im Voraus verlangen. Der Schwindel kam ans Licht, als Berndt während eines ersten Telefonats feststellte, dass die Mitarbeiter nicht einmal wussten, wo Hofheim liegt. Das ist schon ein starkes Stück, oder? Die Arbeiter unterbreiteten einen Kostenvoranschlag von 14.000 Euro, den Berndt jedoch auf 10.000 Euro drücken konnte. Direkt bei der Vertragsunterzeichnung wurde eine Anzahlung von 30 Prozent verlangt, gefolgt von weiteren 30 Prozent zu Arbeitsbeginn.
Die Masche der Betrüger
Die Aggressivität der Mitarbeiter stieg, als Berndt erklärte, dass er die Entscheidung erst mit seiner Frau besprechen wollte. Diese Eskalation führte dazu, dass die Arbeiter das Grundstück verließen. Berndt ließ das Ganze allerdings nicht auf sich beruhen und informierte die Polizei, die zunächst nicht helfen konnte. Stattdessen führte der aufmerksame Rentner eigene Nachforschungen durch und entdeckte, dass die angegebene Firmenadresse lediglich eine Briefkastenfirma war.
Ähnliche Vorfälle häufen sich im Landkreis Weilheim-Schongau, wo ein älteres Ehepaar ebenfalls Opfer von Wucher wurde. Hier hatte der Sohn der betroffenen Familie die Polizei verständigt, nachdem massive Anzahlungen gefordert wurden. Die Polizei ist nun auf der Suche nach weiteren Geschädigten und warnt vor dieser speziellen Masche, bei der in mehreren Fällen hohe Barzahlungen für angebliche Gartenarbeiten gefordert wurden. Interessanterweise stellte sich auch bei diesem Fall heraus, dass die „Firma“ keinerlei echten Arbeiten ausführt, sondern lediglich auf Abzocke aus ist. Über die Telefonnummer 0881/640-0 können sich weitere Betroffene bei der Polizei melden.
Ein Blick auf die Betrugsstatistiken
Trotz der erschreckenden Entwicklungen ist zu erwähnen, dass die Betrugskriminalität in Deutschland insgesamt einen leichten Rückgang erlebt hat. Laut dem Bundeskriminalamt gab es im Jahr 2024 insgesamt 743.472 registrierte Betrugsfälle, was einem Rückgang von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Noch interessanter ist, dass etwa 55,3 Prozent aller Betrugsdelikte über das Internet begangen werden, eine Zahl, die zwar gesunken ist, aber dennoch besorgniserregend bleibt.
Die Polizei und Strafverfolgungsbehörden sind bestrebt, diese kriminellen Machenschaften zu bekämpfen und setzen auf internationale Zusammenarbeit und präventive Maßnahmen. Hierbei ist es ratsam, immer misstrauisch zu sein, schnelle Geldübergaben zu hinterfragen und keine sensiblen Informationen an Unbekannte weiterzugeben.
Diese Vorfälle zeigen einmal mehr, wie wichtig es ist, wachsam zu sein und im Zweifel lieber einmal mehr nachzufragen. Wer ein unseriöses Angebot erhält, sollte nicht zögern, die Behörden zu informieren und Hilfe in Anspruch zu nehmen. Weitere Informationen zu den Betrugsfällen sowie aktuelle Tipps finden Sie in den Berichten von tz.de, sueddeutsche.de und bka.de.