Offenbachs Mieter frieren: Bürgermeisterin fordert Zwangsverwaltung!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Wegen fehlender Heizung und Warmwasser fordert Offenbachs Bürgermeisterin eine Zwangsverwaltung eines Wohnkomplexes.

Wegen fehlender Heizung und Warmwasser fordert Offenbachs Bürgermeisterin eine Zwangsverwaltung eines Wohnkomplexes.
Wegen fehlender Heizung und Warmwasser fordert Offenbachs Bürgermeisterin eine Zwangsverwaltung eines Wohnkomplexes.

Offenbachs Mieter frieren: Bürgermeisterin fordert Zwangsverwaltung!

Die Mieter eines Wohnkomplexes an der Strahlenbergerstraße in Offenbach haben seit Wochen kein Heizung und kein Warmwasser. Dies stellt nicht nur eine Unannehmlichkeit dar, sondern auch eine ernsthafte Gesundheitsgefahr, weshalb Bürgermeisterin Sabine Groß (Grüne) jetzt reagiert. In einer klaren Ansage kündigte sie mögliche Konsequenzen für die Eigentümer an, die in der Verantwortung stehen, ihre Immobilie in einem bewohnbaren Zustand zu halten. op-online.de berichtet, dass …

Groß erwägt die Beantragung einer Zwangsverwaltung für die betroffene Immobilie, die rechtlich möglich ist, aber vor Gericht durchgesetzt werden muss. Die Eigentümer, die in erheblichen finanziellen Schwierigkeiten stecken, haben Schulden sowohl bei der Stadt Offenbach als auch bei ihrer Tochtergesellschaft, der Energieversorgung Offenbach (EVO). Diese Rückstände könnten zu einem vollstreckbaren Titel führen, was die Stadt in die Lage versetzen würde, beim Amtsgericht eine Zwangsverwaltung der Immobilie zu beantragen.

Zwangsverwaltung als Lösung?

Die Zwangsverwaltung würde bedeuten, dass ein Zwangsverwalter bestellt wird, der die Mieteinnahmen einzieht, um die Schulden zu tilgen und die Liegenschaft zu verwalten. Diese Person tritt in bestehende Mietverhältnisse ein und übernimmt die Rolle des Vermieters. An dieser Stelle stellt sich die Frage: Wie wird sich dies auf die Mieter auswirken? Laut Informationen von BMGEV.de können Mieter vom Zwangsverwalter die Beseitigung von Mängeln verlangen, solange diese den Wohnwert nicht gefährden. Diese Maßnahmen sind notwendig, um die Sicherheit und Gesundheit aller Bewohner zu gewährleisten.

Ein weiteres Problem, das angegangen werden muss, ist der defekte Aufzug im Gebäude sowie der kaputte Fernwärmeanschluss. Die EVO hat bereits angekündigt, die Fernwärmezufuhr schnellstmöglich wiederherzustellen, sobald es technisch möglich ist. Ein Prüfungstermin zur Schadensermittlung an der Fernwärmeübergabestelle steht bevor. Die Stadt könnte zudem eine „Ersatzvornahme“ durchführen, indem sie den Heizungsanschluss selbst repariert und die Kosten den Eigentümern in Rechnung stellt. op-online.de informiert über diese Entwicklungen.

Die Mieter haben in der aktuellen Situation ein gewisses Maß an Unsicherheit. Neben der Kälte und den fehlenden Annehmlichkeiten bangen sie um ihre Rechte. Doch der Zwangsverwalter wird auch verpflichtet sein, notwendige Reparaturen und Instandhaltungsmaßnahmen vorzunehmen. Umso wichtiger ist es für Mieter, alle Schlüssel zu ihren Wohnungen zu behalten, um ihre Rechte zu wahren. Kündigungen können nur vom Zwangsverwalter ausgesprochen werden; ein Kündigungsversuch des ursprünglichen Vermieters bleibt unwirksam.

Ein Ende der Misere?

Die unkooperative Haltung des derzeitigen Eigentümers, Nox JV Black Milan Invest Nr. 10, könnte den Prozess erschweren. Doch Bürgermeisterin Groß und die Stadt Offenbach scheinen entschlossen, diesen Missstand zu beseitigen. Ob die Zwangsverwaltung tatsächlich die Lösung für die Mieter darstellt, wird sich zeigen; eines steht jedoch fest: Es liegt ein großes Stück Arbeit vor den Verantwortlichen, um die Lebensqualität in diesem Wohnkomplex wiederherzustellen.