Radsport für die Zukunft: Tour de Verkehrswende rollt durch NRW!
Erfahren Sie alles über die Tour de Verkehrswende 2025, die durch Düren führt und Mobilitätsforderungen in NRW thematisiert.

Radsport für die Zukunft: Tour de Verkehrswende rollt durch NRW!
Die Tour de Verkehrswende 2025 ist in vollem Gange! Organisiert von der Initiative Changing Cities, zieht die Radtour durch das Rhein-Ruhr-Gebiet und macht Halt in verschiedenen Städten, um die zentrale Forderung nach einer besseren Mobilität zu starken. Die Tour begann am 23. August in Münster und erreicht am 31. August Köln, wo die gesammelten Forderungen an NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer übergeben werden. MS Aktuell berichtet von dem elftägigen Ereignis, das als mobile Demonstration konzipiert wurde und die Themen Radverkehr, Fußverkehr und öffentlichen Nahverkehr in den Fokus rückt.
Auf dem Weg von Münster nach Köln nimmt die Radtour Städte wie Dortmund, Wuppertal, Essen, Oberhausen und Düsseldorf mit auf die Strecke. In jeder dieser Städte finden Kundgebungen statt, bei denen die zentralen Anliegen der Initiativen lautstark vertreten werden. Zu den Kernforderungen gehören der Ausbau sicherer Radwege, die Verbesserung der Bedingungen für den Fußverkehr, eine Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs und eine Reduktion des Autoverkehrs.
Mobilität der Zukunft
Die Veranstalter legen besonderen Wert auf die Tatsache, dass die Verantwortung für die Verkehrswende nicht nur bei den Kommunen liegt. Ein Aufruf an die Landes- und Bundespolitik gehört ebenfalls zur Agenda der Tour. Der Auftakt der Veranstaltung fand symbolisch auf dem Domplatz in Münster statt, der für neue städtische Mobilität steht. Hier waren auch lokale Akteure wie Andrea Blome von den Grünen sowie Vertreter des ADFC und von FUSS e.V. anwesend.
In Münster, wo der Radverkehrsanteil bei stolzen 47 Prozent liegt, gibt es jedoch auch Herausforderungen. Offene Baustellen, Falschparker und E-Scooter behindern den öffentlichen und Fußverkehr. Ein Blick in die Zukunft zeigt, dass der Masterplan Mobilität 2035+ den Anteil nachhaltiger Verkehrsmittel bis 2035 weiter steigern soll.
Radverkehrszukunft im Blick
Das Radnetz in Deutschland ist im Wandel. Changing Cities hebt hervor, wie wichtig der Ausbau sicherer Radwege ist. Es werden verschiedene Netzkategorien wie Radschnellverbindungen und Vorrangnetze für Radfahrer definiert, um das Radfahren sicherer und komfortabler zu gestalten. In den letzten Jahren gab es jedoch Verzögerungen bei der Umsetzung der Ausbauziele, und der Rückgang von Neubauten seit 2022 ist besorgniserregend.
Eine systematische Auswertung der Radverkehrsinfrastruktur wurde im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans (NRVP) initiiert. Das Mobilitätsforum zeigt auf, dass neben dem Ausbau der Infrastruktur auch die Sicherheit und der Komfort für alle Radfahrenden hoch im Kurs stehen. Projekte wie RAdSCHnellwege und identitätsfördernde Radverkehrsanlagen sind nur einige Beispiele für die Schritte in die richtige Richtung.
Am Ende der Tour wird die Abschlussveranstaltung in Köln einen wichtigten Schritt in die Richtung einer nachhaltigen Mobilität symbolisieren, indem die Forderungen an den NRW-Verkehrsminister übergeben werden. Es bleibt abzuwarten, wie die Land- und Bundespolitiker auf die Demonstration reagieren werden und ob die geplanten Maßnahmen nun konsequent umgesetzt werden.