Senioren im Visier: Polizei startet Aufklärung gegen schockierende Anrufe!

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Kriminalbeamte warnen vor Callcenter-Betrug in Höxter, speziell Schockanrufen, und fordern Präventionsmaßnahmen für Senioren.

Kriminalbeamte warnen vor Callcenter-Betrug in Höxter, speziell Schockanrufen, und fordern Präventionsmaßnahmen für Senioren.
Kriminalbeamte warnen vor Callcenter-Betrug in Höxter, speziell Schockanrufen, und fordern Präventionsmaßnahmen für Senioren.

Senioren im Visier: Polizei startet Aufklärung gegen schockierende Anrufe!

Es ist besorgniserregend, was sich hinter dem Telefon verstecken kann. Der aktuelle Fall von schockierenden Anrufen, speziell in Bezug auf Senioren, zeigt die dreisten Methoden von Betrügern auf. Insbesondere im Kreis Höxter ist die Polizei alarmiert. Albert Ecke, Kriminalhauptkommissar bei der Kreispolizeibehörde Höxter, hat zusammen mit seinem Team den Fall eines ehemaligen Steinheimers und weiterer betroffener Senioren untersucht. Diese Anrufe, die oft als Enkeltricks oder Schockanrufe auftreten, richten sich gezielt an ältere Menschen und werden immer häufiger, wie Westfalen Blatt berichtet.

Die aktuelle Situation ist alarmierend. Im Jahr 2023 verursacht dieser betrügerische Anrufstil allein in Baden-Württemberg einen traurigen Schaden von mehr als 12 Millionen Euro. Die Täter agieren nicht nur lokal, sondern sind mobil und oft grenzüberschreitend unterwegs, was es den polizeilichen Ermittlungen enorm erschwert. Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg hat daher ein Projekt namens CESA initiiert, das über 1,2 Millionen Euro aus dem europäischen Fonds für Innere Sicherheit erhält. Ziel ist es, organisierte Täterstrukturen zu bekämpfen, die häufig aus osteuropäischen Callcentern stammen, wie Presseportal.de ausführt.

Aktivitätsfeld der Betrüger

Call Center Betrug hat sich zu einem der Kernprobleme der Betrugsdelikte in Deutschland entwickelt. Im Jahr 2024 dürfte ein erheblicher Teil der aus dem Ausland begangenen Betrugsdelikte über Call Center organisiert worden sein. Tätergruppen haben sich auf die gezielte Täuschung älterer Menschen spezialisiert, um sie zu finanziellen Transaktionen zu bewegen. Dabei bedienen sie sich flexibler Methoden, die sich rasch an aktuelle polizeiliche Maßnahmen anpassen, wie detailliert auf Callcenterprofi ausgeführt wird.

Die Herausforderung ist nicht nur, diese Perfektion in den Täuschungsmethoden zu entlarven, sondern auch, die internationalen Strukturen zu durchbrechen. Abholer, die in Deutschland das erbeutete Geld oder Wertgegenstände einsammeln, reisen meist nur kurz ein und wieder aus, was eine Verhaftung weiter erschwert und die Aufklärung massiv behindert. Die Aufklärungsquote für Auslandstaten lag zuletzt bei nur mageren 5,4 Prozent und dürfte bei Call Center-Betrugsfällen ähnlich niedrig sein.

Präventionsmaßnahmen und Aufklärung

In Zusammenarbeit mit 24 polizeilichen Schwerpunktdienststellen aus 13 Bundesländern sowie dem BKA und Europol soll das CESA-Projekt eine nachhaltige Bekämpfung der Strukturen in Angriff nehmen. Dazu gehört die Entwicklung von verhaltensorientierten Präventionsmaßnahmen, um potenzielle Opfer frühzeitig zu erreichen und sie für typische Betrugsmuster zu sensibilisieren. Ziel ist es, das Vertrauen in die Polizei und die Behörden zu stärken und damit die Dunkelziffer dieser Betrugsfälle zu senken.

Für die heimischen Apotheken könnte sich eine wichtige Rolle in dieser Aufklärungskampagne ergeben. Ecke hat bereits überraschende Rückmeldungen von den Apotheken erhalten und hofft, eine engere Zusammenarbeit aufbauen zu können. Ein gemeinsames Ziel all dieser Maßnahmen ist es, unsere älteren Mitbürger zu schützen und ihnen durch gezielte Aufklärung das Vertrauen in ihren Alltag zurückzugeben.