Krefeld setzt starke Akzente für Bildungsgerechtigkeit in NRW!

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Krefeld erhält 20 Millionen Euro für Chancengleichheit: 17 Schulen profitieren vom Start-Chancen-Programm 2025/26.

Krefeld erhält 20 Millionen Euro für Chancengleichheit: 17 Schulen profitieren vom Start-Chancen-Programm 2025/26.
Krefeld erhält 20 Millionen Euro für Chancengleichheit: 17 Schulen profitieren vom Start-Chancen-Programm 2025/26.

Krefeld setzt starke Akzente für Bildungsgerechtigkeit in NRW!

Die Bildungspolitik in Nordrhein-Westfalen hat Großes vor: Am 30. August 2025 wurde die zweite Programmrunde des Start-Chancen-Programms vorgestellt, und sie verspricht, einen echten Unterschied für Schüler:innen in Krefeld und darüber hinaus zu machen. Die Krefelder Landtagsabgeordneten Britta Oellers und Marc Blondin betonten, wie wichtig dieses bildungspolitische Gemeinschaftsprojekt ist, das sowohl vom Bund als auch vom Land unterstützt wird. In der kommenden Schuljahresperiode 2025/2026 werden 17 Schulen in Krefeld in den Genuss von Fördermitteln kommen, die Teil eines ambitionierten Plans sind, der auf mehr Chancengleichheit in der Bildung abzielt.

Insgesamt fließen über die zehnjährige Programmlaufzeit satte 4,6 Milliarden Euro in die Bildung. Diese Mittel sollen dazu beitragen, rund 923 Schulen in Nordrhein-Westfalen gezielt zu fördern, was über 500 Schulen mehr sind als im Vorjahr. Ein Ziel dieses Programms ist es, den Bildungserfolg unabhängig von der sozialen Herkunft zu gestalten, denn der Zugang zu Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen.

Ein Blick auf die geförderten Schulen

In Krefeld profitieren folgende Schulen von insgesamt rund 20 Millionen Euro: die Kurt-Tucholsky Gesamtschule, die Regenbogen Grundschule, die Krähenfeld Grundschule, die Grundschule Vulkanstraße und viele andere mehr. Diese Schulen erhalten Unterstützung in mehreren Bereichen, um ihren Schüler:innen die bestmöglichen Lernbedingungen zu bieten.

  • Kurt-Tucholsky Gesamtschule
  • Regenbogen Grundschule
  • Krähenfeld Grundschule
  • Grundschule Vulkanstraße
  • Grundschule Felbelstraße
  • Grundschule Westparkstraße
  • Josefschule
  • Mosaikschule
  • Grundschule am Stadtpark Fischeln
  • Mariannenschule
  • Lindenschule
  • Gebrüder-Grimm Grundschule
  • Buchenschule
  • Albert-Schweitzer-Realschule
  • Hannah-Arendt-Gymnasium
  • Berufskolleg Glockenspitz
  • Gesamtschule Kaiserplatz

Auf den Punkt gebracht: Die Säulen des Programms

Wie sieht das Programm genau aus? Es stützt sich auf drei Hauptsäulen: Erstens sind Investitionen in die Lernumgebungen vorgesehen, damit Schulen zu modernen Orten des Lernens werden. Zweitens gibt es Chancenbudgets, die Schulen finanziellen Spielraum für individuelle Entwicklungsmaßnahmen bieten. Drittens werden neue Stellen für Schulsozialarbeit und Fachkräfte geschaffen, insgesamt rund 900 – eine wichtige Verbesserung für die Schulen, die unter großem Druck stehen.

Gerade in einem Bildungssystem, das oft als ungerecht wahrgenommen wird, ist es entscheidend, dass solche Initiativen ergriffen werden. Studien zeigen, dass soziale Herkunft nach wie vor einen entscheidenden Einfluss auf den Bildungserfolg hat. Der IQB-Ländervergleich etwa verdeutlicht, dass Kinder aus sozial benachteiligten Familien signifikant schlechtere Bildungschancen haben. Hier will das Start-Chancen-Programm ansetzen, um diese Ungleichheiten zu verringern, indem gezielte Maßnahmen zur Förderung von Grundkompetenzen in den Bereichen Lesen, Schreiben und Rechnen umgesetzt werden.

Ein Weg zur Chancengleichheit

Der Anstieg der Chancengleichheit steht nicht nur im Fokus der politischen Agenda – auch die Gesellschaft fordert ihn ein. Eine Umfrage ergab, dass 78 % der Deutschen Chancengleichheit für wichtig erachten. Die Ambitionen des Start-Chancen-Programms sind Teil einer breiten gesellschaftlichen Bewegung, die darauf abzielt, einer der Hauptursachen von Ungerechtigkeiten den Kampf anzusagen: der Bildungsweg.

Wer Bildungschancen verbessern will, muss heute investieren, um auch morgen faire Wettbewerbsbedingungen für alle zu schaffen. Daher können die angekündigten 20 Milliarden Euro über einen Zeitraum von zehn Jahren viel bewirken, um eine Million Schülerinnen und Schüler zu unterstützen und die soziale Herkunft nicht länger als entscheidenden Faktor in der Bildung zu betrachten. Bildungsungleichheiten dürfen nicht das Schicksal der nächsten Generation bestimmen – hier wird ein wichtiges Zeichen gesetzt, das auch über Krefeld hinaus strahlt.

Insgesamt zeigt sich, dass das Start-Chancen-Programm nicht nur eine notwendige finanzielle Unterstützung bietet, sondern auch einen Paradigmenwechsel in der Bildungslandschaft darstellt. Es bleibt zu hoffen, dass dieses Programm Schule macht – im besten Sinne!