Ruhige Silvesternacht im Ennepe-Ruhr-Kreis: Nur 62 Einsätze!
Ruhe voller Jahreswechsel im Ennepe-Ruhr-Kreis: Einsatzberichte zeigen weniger Notfälle und Verletzungen durch Feuerwerk.

Ruhige Silvesternacht im Ennepe-Ruhr-Kreis: Nur 62 Einsätze!
Im Ennepe-Ruhr-Kreis war der Jahreswechsel 2025/2026 ein merklich ruhiger Anlass. Wie lokaldirekt.de berichtet, verzeichnete die Kreisleitstelle insgesamt 62 Einsätze in der Silvesternacht. Diese teilten sich gleichmäßig auf, mit 31 Einsätzen für die Feuerwehren und ebenso vielen für den Rettungsdienst zwischen Mitternacht und 7 Uhr. Der Kreisfeuerwehrverband Ennepe-Ruhr (KFV-EN) charakterisierte die Nacht als „verhältnismäßig ruhig“ im Vergleich zu anderen Jahren.
Doch nicht alle Einsätze waren unproblematisch. Kurz vor Mitternacht wurde die Feuerwehr Sprockhövel zu einem Wasserrohrbruch in einem Wohngebäude alarmiert. Nachdem die Wasserleitung abgestellt war, sorgte ein Wassersauger dafür, dass das Wasser schnell wieder verschwand. Nach Mitternacht ereignete sich ein Balkonbrand in Herdecke, der auf mehrere Gebäudeteile übergriff. Hier war es besonders kritisch, da eine gehbehinderte Frau im vierten Obergeschoss in Gefahr war. Dank des raschen Eingreifens der Feuerwehr Herdecke konnte der Brand jedoch bis 0:40 Uhr unter Kontrolle gebracht werden, wobei sechs leicht verletzte Personen vom Rettungsdienst versorgt wurden.
Ruhigere Silvesternacht im Vergleich zu anderen Städten
Obwohl im Ennepe-Ruhr-Kreis die Situation recht entspannt war, bot Deutschland zu Silvester ein anderes Bild. Laut tagesschau.de war das Jahr 2025 von viel Feuerwerk geprägt, aber auch von einem „friedlichen Silvester“. Allerdings gab es dennoch mindestens fünf Tote durch Böller-Unfälle und Angriffe auf Einsatzkräfte. Allein in Berlin mussten Feuerwehr und Polizei in 1.892 Fällen ausrücken. Die Bilanz umfasste 825 Brände, 847 Rettungsdienst-Einsätze und etliche Angriffe auf Einsatzkräfte. In Köln wurden Polizeibeamte mit Feuerwerkskörpern angegriffen, was zu zwei Verletzten führte.
Die Rückmeldungen aus ganz Deutschland zeigten zudem, dass die Anzahl der Verletzungen durch Feuerwerk und Alkoholvergiftungen zurückging. So meldeten Krankenhäuser oft Hand- und Gesichtsverletzungen, was in den letzten Jahren immer wieder zu Diskussionen über ein potenzielles Verbot von Feuerwerk führte. Der Verband für Pyrotechnik wies diese Forderungen zurück und verwies auf den illegalen Handel als Hauptursache für zahlreiche Unfälle.
Erfahrungen aus den Vorjahren
Für die Rettungsdienste und Feuerwehren in Deutschland verliefen die Silvesternächte in den Jahren 2020 und 2021 durch Verkaufsverbote für Feuerwerk recht ruhig. In den letzten Jahren stiegen die Einsatzzahlen jedoch wieder. Wie mdr.de aufzeigt, mussten die Rettungsdienste zwischen 2021 und 2025 an Neujahr häufig 40 Prozent mehr Einsätze bewältigen als an einem durchschnittlichen Sonntag. Ein Blick auf die Statistiken zeigt, dass sich die Einsatzzahlen von Stadt zu Stadt sehr unterschiedlich entwickelten.
Während die Stadt Magdeburg einen Rückgang bei den Einsätzen verzeichnete, stiegen im Landkreis Harz die Einsätze im Vergleich zum Vorjahr stark an. Die Erfahrungen eines Rettungsdienstmitarbeiters aus dem Landkreis Harz zeigen, dass Alkohol oft der Hauptauslöser für Einsätze an Silvester bleibt. Schwerwiegende Verletzungen, besonders durch illegale Feuerwerkskörper, sind nach wie vor ein Thema.
Insgesamt sorgte der Jahreswechsel 2025/2026 für gemischte Gefühle. Während im Ennepe-Ruhr-Kreis eine vergleichsweise ruhige Nacht vonstatten ging, bleiben die Herausforderungen für Einsatzkräfte in anderen Städten nicht aus. Der Diskurs über die Sicherheit von Feuerwerk und mögliche Verbotigkeiten wird sicher auch im neuen Jahr weitergehen.