Eder fordert Investitionen: Bahnhöfe als Angsträume endlich modernisieren!
Mobilitätsministerin Katrin Eder kritisiert die Bahnprivatisierung in Rheinland-Pfalz und fordert Investitionen für sichere Bahnhöfe.

Eder fordert Investitionen: Bahnhöfe als Angsträume endlich modernisieren!
In Rheinland-Pfalz stehen die Bahnhöfe im Fokus der Politik und der Öffentlichkeit. Mobilitätsministerin Katrin Eder hat deutliche Worte gefunden und die „verfehlte Privatisierung“ der Deutschen Bahn (DB) als einen der Hauptgründe für die Unsicherheit an vielen Bahnhöfen bezeichnet. Sie warf ein Licht auf die besorgniserregenden Zustände an den Bahnhöfen, die wegen der Vernachlässigung öffentlicher Infrastruktur immer mehr zu „Angsträumen“ verkommen. Laut Eder braucht es dringend Investitionen in Sauberkeit, bessere Beleuchtung sowie kostenlose Toiletten. Zudem fordert sie eine aktive Unterstützung für Kommunen, um leerstehende Bahnhofsgebäude zurückzukaufen und somit wiederzubeleben. Diese Einschätzung wurde durch eine neue Rahmenvereinbarung zwischen Rheinland-Pfalz und der DB zur Modernisierung von Bahnstationen untermauert, in die über 580 Millionen Euro fließen sollen, insbesondere in ländliche Regionen. Dabei gehört nur etwa ein Drittel der 154 Bahnhofsgebäude in Rheinland-Pfalz der DB oder den Kommunen, was bedeutet, dass 63 % in Privatbesitz sind.
Eine aufregende Entwicklung in diesem Bereich ist das Programm der Deutschen Bahn, das bis 2025 insgesamt 100 Bahnhöfe in Deutschland modernisieren möchte. Dies ist Teil eines umfassenderen Plans zur Modernisierung von 950 Bahnhöfen. Das Ziel ist klar: Einheitliche Qualitätsstandards und mehr Komfort für die Reisenden. Die angestrebten „Zukunftsbahnhöfe“ sollen mit mehr Wetterschutz, neuen Wartemöbeln, modernster Reisendeninformation und einer besseren Barrierefreiheit aufwarten. Des Weiteren ist eine ansprechende Gestaltung und die Integration regionaler Identität geplant. Auch die bessere Beleuchtung der Bahnhöfe trägt dazu bei, die Aufenthaltsqualität zu steigern.
Investitionen und Reformen
Die DB hat sich hohe Ziele gesetzt und möchte durch eine neue gesetzliche Finanzierungsregelung umfassendere Sanierungen ermöglichen. Mit dem 2024 novellierten Bundesschienenwegeausbaugesetz (BSWAG) werden die Bahnhofsgebäude in die Finanzierungslogik integriert, was die Rahmenbedingungen für die Modernisierung erheblich verbessert. So wurde bereits die Zustandsnote der Bahnhöfe von 3,09 auf 3,03 verbessert, und die DB setzt ein hohes Modernisierungstempo fort, um den Alterungsprozess der Infrastruktur zu stoppen.
Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Gründung der Kompetenzstelle Bahnhofsvorplatz und Anschlussmobilität im Jahr 2024. Diese soll Städten und Gemeinden helfen, ihre Verkehrsstationen und Empfangsgebäude besser zu gestalten und zu planen. Rund 113 Stationen wurden bereits in Zukunftsbahnhöfe umgewandelt. Auch im Jahr 2025 sind bedeutende Bauarbeiten an weiteren Stationen, insbesondere auf der viel befahrenen Strecke Hamburg – Berlin, vorgesehen.