Vogelgrippe-Schock im Alb-Donau-Kreis: 15.000 Tiere gekeult!
Vogelgrippe-Ausbruch im Alb-Donau-Kreis: 15.000 Tiere gekeult, Unsicherheit und emotionale Belastung für betroffene Familie.

Vogelgrippe-Schock im Alb-Donau-Kreis: 15.000 Tiere gekeult!
Im Alb-Donau-Kreis hat sich die Vogelgrippe in alarmierender Weise ausgebreitet. Der Ausbruch, der als erster Fall der aktuellen Welle in Baden-Württemberg gilt, betrifft einen Familienbetrieb, der seit Jahrzehnten Geflügel züchtet und verkauft. Dieser Betrieb, der rund 15.000 Tiere, darunter Gänse, Hühner, Puten und Enten, beherbergt, musste nun alle Tiere keulen lassen, nachdem das hochpathogene aviäre Influenzavirus vom Subtyp H5N1 bei Weideenten nachgewiesen wurde berichtet SWR.
Die Situation ist für die Familie des betroffenen Hofes extrem belastend. Ein Angehöriger äußerte sich fassungslos und unsicher über die Zukunft des Betriebs. „Wir haben hier alles verloren“, sagt er und schildert die emotionale Belastung, die durch diese Tragödie entstanden ist. Sie haben viele offene Fragen, insbesondere hinsichtlich der Entschädigung durch die Tierseuchenkasse und der Unterstützung durch die Agentur für Arbeit teilt das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz mit.
Biosicherheitsmaßnahmen im Fokus
Der gesamte Geflügelbestand wurde nach der Verdachtsmitteilung sofort gesperrt und die Tiere tierschutzgerecht getötet. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems hat die Virusinfektion bestätigt. „Wir setzen alles daran, die Ausbreitung des Virus einzudämmen“, erklärte Minister Peter Hauk und betonte die hohe Priorität von Biosicherheitsmaßnahmen laut dem Ministerium.
Der Ausbruch hat nicht nur Auswirkungen auf den Betrieb in Öllingen, sondern zieht auch in anderen Teilen Deutschlands weitreichende Konsequenzen nach sich. Über 200.000 Tiere wurden in den letzten Monaten aufgrund von Ausbrüchen gekeult, während in Nordbrandenburg und Mecklenburg-Vorpommern große Verluste bei Wildvogelbeständen zu verzeichnen sind. Allein in Nordbrandenburg wurden über 1.000 tote Kraniche entdeckt berichtet ZDF.
Aktuelle Lage und Ausblick
Die Vogelgrippe ist in Deutschland ganzjährig präsent, doch insbesondere im Herbst, wenn die Vögel zu ihren Überwinterungsplätzen ziehen, steigt das Risiko neuer Ausbrüche massiv an. Das Risiko für weitere Infektionen wurde mittlerweile auf „hoch“ eingeschätzt. Wichtig ist, dass die Bevölkerung keine toten Vögel anfasst, um eine mögliche Virusverbreitung zu vermeiden. Aktuell besteht jedoch für Menschen in Deutschland kein erhöhtes Risiko für schwere Erkrankungen bestätigt ZDF.
Die Notlage in Öllingen und die allgemeine Entwicklung der Vogelgrippe seien ein erwärmendes Zeichen dafür, wie wichtig Präventionsmaßnahmen sind. Das Gemeinschaftsgefühl in der kleinen Gemeinde ist stark, und die Anteilnahme an dem Schicksal der Familie in Öllingen ist groß. Der Fall könnte als Warnung dienen, dass jeder von uns Teil einer größeren Kette ist, die alles daran setzen sollte, die Gesundheit von Tier und Mensch zu schützen.