Kampf für Vielfalt: Demo Wir sind das Stadtbild in Offenbach!
Am 12.11.2025 demonstrierten 200 Personen in Offenbach für Vielfalt und gegen Diskriminierung – ein eindringlicher Aufruf zur Solidarität.

Kampf für Vielfalt: Demo Wir sind das Stadtbild in Offenbach!
Am heutigen 12. November 2025 fand vor dem Offenbacher Rathaus eine eindrucksvolle Demonstration unter dem Motto „Wir sind das Stadtbild“ statt, bei der rund 200 Teilnehmer ein Zeichen gegen Diskriminierung und Vorurteile setzten. Die Organisatorinnen der Veranstaltung – Hibba Kauser von der SPD, Senem Bozdag von den Grünen und Gizem Erinc-Ciftci von der Linken – hatten diesen klaren Aufruf zur Solidarität und Sichtbarkeit in Reaktion auf jüngste Äußerungen von Friedrich Merz initiiert. Mit ihrer Aktion gaben sie den Betroffenen eine Plattform, um ihre Meinungen und Erfahrungen lautstark kundzutun und damit eine breite Öffentlichkeit anzusprechen.
Die Redner:innen trugen ihre Botschaften sowohl in Reden als auch in Versform vor, was der Veranstaltung eine besondere Note verlieh. Gizem Erinc-Ciftci äußerte sich kritisch über gesellschaftliche Vorurteile und meldete offen ihre Wut über die anhaltende Diskriminierung in Deutschland an. Ihre Worte hallten durch die Menge und riefen viele emotionale Reaktionen hervor.
Erfahrungen von Marginalisierten
Ein bewegender Moment der Veranstaltung war der Auftritt von Fares Elamir Saleh, der im Rollstuhl sitzt. Er sprach mit eindrucksvoller Klarheit über die alltäglichen Hindernisse, vor denen Menschen mit Behinderungen stehen. Saleh betonte, dass insbesondere migrantische Menschen ihm oft in seinem Alltag unterstützen, was die Wichtigkeit von Solidarität in der Gesellschaft unterstrich.
Doch die Demo war nicht ohne Vorfälle. Teilnehmer:innen berichteten von rassistischen Beleidigungen, die sowohl in den sozialen Medien als auch direkt während der Veranstaltung laut wurden. Eine Stimme rief beispielsweise: „Scheiß Ausländer“, was die Notwendigkeit solcher Zusammenkünfte einmal mehr verdeutlichte.
Persönliche Geschichten und gesellschaftliche Realitäten
Hibba Kauser ließ es sich nicht nehmen, die persönlichen Erfahrungen ihres Vaters mit Gewalterfahrungen in Deutschland zu teilen. Sie thematisierte die ständige Notwendigkeit, sich zu rechtfertigen und machte damit deutlich, wie tief verwurzelt Diskriminierung in der Gesellschaft ist. Die Veranstaltung mündete in ein kraftvolles Ende, das sowohl nachdenklich stimmte als auch Hoffnung auf solidarisches Handeln weckte.
Diese Demonstration zeigt eindrucksvoll, dass der öffentliche Ausdruck von Gruppengefühlen nicht nur eine Reaktion auf Ungerechtigkeiten ist, sondern auch ein Zeichen der Stärke und der Gemeinschaft. Solche öffentlichen Versammlungen, auch im weitesten Sinne als Demonstration definiert, sind essenziell für das Zreehen auf Missstände und die Veranschaulichung der Realität vieler Menschen in Deutschland Merriam-Webster.
In Zeiten, in denen Rassismus und Diskriminierung auf Plattformen und in Straßen ausgesprochen werden, ist es wichtiger denn je, sich zusammenzuschließen und klare Zeichen für eine inklusive Gesellschaft zu setzen op-online.