Rückkehr der Wildkatze: Historischer Nachweis in Schleswig-Holstein!

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Ein Jäger fand im Herzogtum Lauenburg die erste Europäische Wildkatze seit dem Mittelalter, genetisch nachgewiesen in Schleswig-Holstein.

Ein Jäger fand im Herzogtum Lauenburg die erste Europäische Wildkatze seit dem Mittelalter, genetisch nachgewiesen in Schleswig-Holstein.
Ein Jäger fand im Herzogtum Lauenburg die erste Europäische Wildkatze seit dem Mittelalter, genetisch nachgewiesen in Schleswig-Holstein.

Rückkehr der Wildkatze: Historischer Nachweis in Schleswig-Holstein!

Endlich ist es so weit: In Schleswig-Holstein wurde zum ersten Mal seit Jahrhunderten die Rückkehr der Europäischen Wildkatze offiziell nachgewiesen. Diese tierische Sensation wurde durch das Engagement eines Jägers möglich, der die gefleckte Rettung aus einem Wildzaun einleitete. Jäger Jan Haberkamm entdeckte das Tier im Herzogtum Lauenburg und konnte es befreien. Die Haare, die das Wildtier dort hinterließ, führten durch eine genetische Untersuchung zu einem positiven Nachweis der artgeschützten Wildkatze, die seit dem Mittelalter als ausgestorben galt. Laut Welt wäre das Tier demnach das erste seiner Art, dass die Region wieder bevölkert, nachdem die Wildkatzenpopulation in Schleswig-Holstein durch Habitatzerstörung und Bejagung verschwand.

Die Wildkatze, auch bekannt als Felis sylvestris, wurde vor allem durch die Zerstörung ihrer Lebensräume im Mittelalter ausgerottet. Der genetische Nachweis markiert nicht nur die Rückkehr einer historisch bedeutenden Art, sondern schafft auch neue Möglichkeiten für den praktischen Naturschutz. Das Landesamt für Umwelt (LfU) und der BUND haben Pläne ausgearbeitet, um die Wiederansiedlung zu unterstützen. Geplant ist ein Lockstock-Monitoring, bei dem Holzstöcke mit Baldrian präpariert werden, um weitere Haarproben zu sammeln und mehr über die Verbreitung der Wildkatze zu erfahren. Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein hebt hervor, wie wichtig das schnelle Handeln von Haberkamm war, um den genetischen Nachweis zu erbringen.

Ein wichtiger Schritt für den Naturschutz

Der genetische Nachweis durch das Institut Senckenberg in Gelnhausen zeigt, dass sich Wildkatzen wieder in nördlicheren Gefilden ausbreiten, was im Lichte ihrer früheren Ausrottung sehr erfreulich ist. Der BUND betont, dass die europäische Wildkatze unter strengem Schutz steht und vor weiteren Gefahren, wie etwa Knotengitterzäunen, geschützt werden muss. Zweimal wurde zuletzt ein Tier in der Region dokumentiert, einmal durch eine Wildkamera, die an BUND für ihre Kampagnen aktiv ist, um die Notwendigkeit des Naturschutzes herauszustellen. Solche Zäune können für Wildtiere zur tödlichen Falle werden.

Martin Schmidt vom LfU erklärt, dass die Rückkehr der Wildkatze ein bedeutender Fortschritt für den Naturschutz darstellt und die Vernetzung von Lebensräumen entscheidend für die künftige Population sein wird. Noch steht die Frage im Raum, ob dieses Tier dauerhaft in Schleswig-Holstein bleiben wird oder auf Wanderschaft ist.

Die Wildkatze unterscheidet sich markant von gewöhnlichen Hauskatzen. Ihre auffälligen Merkmale sind ein buschiger Schwanz und eine charakteristische Nackenzeichnung mit dunkel gefärbten Streifen. Wildkatzen benötigen naturnahe Wälder mit vielen Versteckmöglichkeiten, um sich zu entwickeln und zu gedeihen.

Als gemeinschaftliches Bestreben, die Wildtiere zu schützen, setzen sich der BUND und das Landesamt für Umwelt für eine Förderung von Projekten ein, die darauf abzielen, sichere Lebensräume für die Wildkatze und andere Wildtiere zu schaffen. Die Rückkehr der Wildkatze ist nicht nur ein Sieg der Naturschutzaktivisten, sondern auch ein optimistischer Ausblick auf die Zukunft der Tierwelt in Schleswig-Holstein.