Abriss der Olefbrücke in Gemünd: Statiker schlägt Alarm!
Statiker empfiehlt Abriss der Olefbrücke in Gemünd bis 2026. Kosten und sofortige Maßnahmen birgen Herausforderungen für die Stadt.

Abriss der Olefbrücke in Gemünd: Statiker schlägt Alarm!
Die Situation rund um die Olefbrücke in Gemünd bleibt angespannt. Ein Statiker hat nun offiziell empfohlen, die Brücke an der Dreiborner Straße innerhalb der nächsten fünf Jahre abzureißen. Dies berichtet ksta.de. Bürgermeister Ingo Pfennings hatte bis zuletzt auf eine Sanierung gehofft, doch die Realität sieht leider anders aus. Die Brücke, die bereits durch die verheerende Hochwasserkatastrophe von 2021 stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, hat nicht nur durch Naturgewalten, sondern auch durch die Schäden von Aufprällen und unzureichende Abdichtungen arg gelitten.
Eigentlich war die Olefbrücke im August 2024 für drei Monate gesperrt worden, um dringend benötigte Sanierungsarbeiten durchzuführen. Die Stadt hatte rund 450.000 Euro für die geplanten Arbeiten eingeplant, zu denen die Erneuerung der Abdichtung und der Gehwege sowie eine neue Asphaltdecke für die Fahrbahn gehörten. Doch beim Abfräsen des Straßenbelags im Oktober wurde klar: Hier stimmt etwas nicht. Die Brücke entsprach nicht mehr den statischen Berechnungsgrundlagen und die Tragfähigkeit war bereits auf 130 Prozent der zulässigen Last angestiegen, was eine akute Gefahr darstellt. Laut wochenspiegellive.de könnte eine vollständige Sanierung die Situation sogar noch verschärfen.
Der Weg zum Neubau
Die Situation ist nicht nur verworren, sondern auch zeitlich drängend. Der Statiker empfahl jetzt, die Brücke vorerst auf eine Last von 16 Tonnen zu beschränken und jährliche Sonderprüfungen mit neuem Fokus auf Rissbildungen durchzuführen. Statt einer vollständigen Sanierung könnte die Brücke zunächst nur für Fußgänger, Radfahrer und Rettungsfahrzeuge geöffnet werden. Die Stadt ist bereits am Überlegen, wie eine derartige Nutzung schnellstmöglich umgesetzt werden kann.
Ein langwieriger Prozess steht den Verantwortlichen bevor, und Bürgermeister Pfennings zeigt sich unzufrieden über das langsame Vorankommen der Neuberechnungen. Gleichwohl soll im nächsten Änderungsantrag für den Wiederaufbauplan der Neubau der Brücke offiziell angemeldet werden. Sollte die Bezirksregierung Köln die Kostenübernahme ablehnen, wird die Stadt gezwungen sein, Angebote von Baufirmen einzuholen. Eine umfassende Analyse der Schäden an Brücken aufgrund von Hochwasserereignissen in NRW unterstreicht die Dringlichkeit des Themas und zeigt die Herausforderungen, die auf die Behörden zukommen könnten.
Angesichts des Fachkräftemangels und der langen Wartungsintervalle wird die Realisierung dringend benötigter baulicher Maßnahmen zur Herausforderung. Die Stadtverwaltung kann sich jedoch darauf verlassen, dass alle Beteiligten gemeinsam an einer schnellen Lösung arbeiten. Der Druck auf die Behörden ist groß, die Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer zu gewährleisten und gleichzeitig die Verkehrsinfrastruktur wiederherzustellen. Die nächsten Schritte sind entscheidend für die Zukunft der Olefbrücke.